Wurzelspitzenkürzung, Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenkürzung ist ein Begriff aus der Zahnchirurgie, ein operativer Eingriff. Dabei wird die Wurzelspitze eines Zahnes entfernt. Eine Wurzelspitzenkürzung ist notwendig, wenn sich an der Wurzelspitze eine Entzündung oder eine Zyste gebildet hat, die durch eine normale Wurzelbehandlung nicht mehr behandelt werden kann.
 
Eine Wurzelspitzenkürzung wird dann in Erwägung gezogen, wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht erfolgreich war.
 
Bei der Wurzelspitzenresektion handelt es sich beim Facharzt (Fachzahnarzt) um einen Routineeingriff, der normalerweise in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Patienten mit Zahnarztangst bieten wir die Behandlung auch unter Vollnarkose an.
 
Zunächst wird das Zahnfleisch vom Knochen abgelöst und die Wurzelspitze mit Hilfe eines speziellen Bohrers freigelegt. Neben dem Entzündungsgewebe wird die infizierte Wurzelspitze entfernt und anschließend mit einer Wurzelfüllung versehen.
 
Nach der Operation kann eine Schwellung auftreten. Sie klingt einige Tage nach der Operation ab. Operationsbedingte Schmerzen können mit Schmerzmittel gut behandelt werden und klingen nach einigen Tagen wieder ab.
 
Komplikationen, die bei einer Wurzelspitzenkürzung auftreten können, sind: Beschädigung von Nerven (Lippentaubheit), Beschädigung von Blutgefäßen, verringerte Festigkeit des Zahnes und Eröffnung der Kieferhöhle.
 
Das Risiko von Komplikationen verringert sich, je erfahrener der Operateur ist. Wir sind darauf spezialisiert, Wurzelspitzenkürzungen durchzuführen.
 
Die Wurzelspitzenkürzung ist das letzte Mittel, um einen Zahn zu erhalten und nicht ziehen zu müssen. Die Operation ist in 75-90% der Fälle erfolgreich. Eine Alternative zur Wurzelspitzenbehandlung ist, den betroffenen Zahn zu ziehen und durch ein Implantat zu ersetzen.